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Von GFCD Concordia 1964 bis German Plus 2004

     

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Das Multikulti-Team German Plus

The East test the West

Beobachtungen von Herina Suryani Stedtfeld

In der Fußballwelt bin ich ein Laie. Ich kenne nicht viele weltbekannte Spieler, über die fanatische Fußballfans auf der ganzen Welt reden. Ich kenne nicht einmal die Namen der Fußballspieler aus meinem eigenen Land, sowohl die alten wie auch die aufgestiegenen Spieler. Ich versuche, aus dem psychologischen Aspekt und meiner Haltung zu schreiben und mich auf die Spieler der Mannschaft Jerman Plus zu konzentrieren.

Von den indonesischen Spieler mit ihrer östlichen Kultur höre ich, dass sie das Verhalten ihrer deutschen und anderen westlichen Kollegen oft nicht akzeptieren. Konkrete Beispiele gibt es auf dem Spielfeld. Die westliche Kultur mit ihrer Offenheit und Direktheit überrascht indonesische Spieler, die eher verschlossen und scheu sind und sich schämen, wenn sie vor anderen mit scharfen Tönen zur Ordnung gerufen werden. Ein anderes Beispiel ist das Verhalten der Spieler, wobei ich daran denke, dass die westliche Kultur die Gleichheit zwischen älteren und jüngeren Spieler zugrundelegt. Wenn also ein jüngerer deutscher Spieler etwas auf dem Herzen hat, wird er es offen äußern, manchmal auch mit für die östliche Kultur ein wenig derben Wörtern. Für die indonesischen Spieler mit ihrer östlichen Kultur sieht es aber so aus, als ob die jungen Spieler vor den älteren kein Respekt hätten. Das ist eben der Unterschied zur westlichen Kultur, in der eine offene Äußerung für normal gehalten wird, während Jerman Plus doch mit östlicher Kultur, die ein solches Verhalten weniger akzeptieren kann, vertrauter sein müsste.

Jerman Plus bedeutet, dass die Mitglieder nicht nur Deutsche sind. Der Name soll zeigen, dass mehr als eine Kultur in der Mannschaft vorhanden ist. Dies kann man als eine Ehe zweier Kulturen bezeichnen, die westliche und die östliche, die grundsätzlich einander entgegengesetzt sind. Es ist nicht einfach, zwei unterschiedliche Kulturen in einer Mannschaft zu vereinen. Es hängt von dem Verhalten der Einzelnen ab. Große Toleranz wird dabei benötigt, um die Kultur der anderen verstehen zu lernen, zu respektieren, flexibel zu sein. Vor allen Dingen wird eine Menge Geduld von beiden Seiten benötigt. Das Wichtigste ist aber eine gute Kommunikation zwischen der Kulturen. In einer Weise, die von beiden Seiten akzeptiert werden kann. Zum Beispiel, wenn Spieler aus der westlichen Kultur die Spieler aus östlicher Kultur wegen eines Fehlers nicht durch Schreie vor anderen zur Ordnung gerufen werden. Den sie schämen sich dafür und fühlen sich gedemütigt. Man kann sie persönlich während der Spielunterbrechung oder in der Auszeit ansprechen. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Spieler mit östlicher Kultur versuchen, den Charakter und die Haltung der Spieler mit westlicher, durch Direktheit und Offenheit gezeichnete Kultur zu verstehen. Dabei müssen sie die Worte sich schämen, erniedrigen und demütigen außer Acht lassen. Man kann es als konstruktive Kritik annehmen, wenn man Fehler gemacht hat. Aber, wenn man glaubt, keinen Fehler begangen zu haben, dann muss man sich wagen, ganz offen zu fragen. Man muss lernen mit Logik zu argumentieren, statt mit Gefühl. Ein anderes Beispiel ist das Zeigen von Respekt zwischen den jüngeren und den älteren Spielern. Es wäre besser, wenn die Spieler vorher über ihr Verständnis von dem Umgang zwischen älteren und jüngeren Spieler in der westlichen und in der östlichen Kultur reden würden. Offenheit und Erklärung zwischen beiden Parteien werden benötigt, so dass Einverständnis auf beiden Seiten und als ein Team erreicht werden kann.

Wenn das oben Genannte gemeinsam ausgeführt werden kann, glaube ich, dass die Fußballmannschaft Jerman Plus Pluspunkte in aller Hinsicht erlangen kann. Nicht nur eine deutsche Mannschaft plus andere Nationalitäten, sondern auch ein Plus, weil sich unterschiedliche Kulturen vermischen. Auch wenn die Kulturen unterschiedlich sind, heißt es nicht, dass sie sich nicht in vieler Hinsicht vereinen lassen. Siege Jerman Plus.

Die Autorin bezeichnet sich selbst als eine ganz normale Hausfrau

Aus dem Indonesischen von Andry Hartanto, Deutsche Botschaft Jakarta